Neuropathie und Faszien - warum Gliding, Shearing und Rinsing helfen können

Maya Vlachos • 26. Januar 2026

Viele Menschen mit Neuropathie hören irgendwann den Satz: “Die Nerven sind eben kaputt, da kann man nicht viel machen.“ Das klingt hoffnungslos und lässt diese Menschen oft mit dem Gefühl zurück, dem Körper ausgeliefert und mit den Schmerzen, dem Brennen und der Taubheit allein zu sein.

 

Gleichzeitig berichten viele Betroffene, dass ihnen sanfte Bewegung, Yoga, Faszienbehandlungen (z.B. MELT) oder Massage spürbar guttun. Wie lässt sich dieses Phänomen erklären? Wenn eine Nervenschädigung vorliegt, weshalb zeigen dann Interventionen, die auf das umgebende Gewebe abzielen, eine positive Wirkung?

In diesem Artikel geht es genau um diese Frage: Welche Rolle spielen Faszien bei Neuropathien, und warum kann eine Verbesserung der Faszien Gesundheitsbeschwerden spürbar lindern, auch wenn der Nerv selbst nicht komplett „heilt“?

 

Was ist Neuropathie überhaupt?

Unter Neuropathie versteht man eine Schädigung der Nerven ausserhalb von Gehirn und Rückenmark. Die Ursachen können sehr unterschiedlich sein: Diabetes, Chemotherapie, Alkohol, Bandscheibenvorfälle und Einengungen des Nervs wie beim Karpaltunnelsyndrom oder auch Verletzungen.

 

Typische Symptome sind Brennen, Kribbeln, Taubheitsgefühle, elektrische Schmerzen oder Schwäche. In Untersuchungen wie EMG (Elektromyographie) oder Nervenleitgeschwindigkeit erkennt man manchmal klar, dass der Nerv geschädigt ist. Das bedeutet aber nicht, dass der Rest des Systems unveränderlich ist.

 

Was sind Faszien?

Faszien sind feine, aber sehr stabile Bindegewebsschichten, die unseren ganzen Körper dreidimensional durchziehen. Sie umhüllen Muskeln, Knochen, Organe, Blutgefässe und eben auch Nerven. Man könnte sagen: Faszien sind das „integrierende Gewebe“, das alles miteinander verbindet.

 

Sie bestehen nicht nur aus Kollagenfasern. In der Faszie sitzen Zellen wie Fibroblasten, Immunzellen, Blut- und Lymphgefässe und sehr viele Nervenden. Faszien sind also lebendiges Gewebe, das ständig auf Belastung, Stress und Entzündung reagiert.

 

Wichtig für unser Thema ist: Jeder periphere Nerv liegt in einem eigenen Bindegewegbsschlauch und zieht durch fasziale „Tunnel“. Die Nervenhüllen - Endoneurium, Perineurium und Epineurium - sind bindegewebige Strukturen und gehen direkt in die umgebenden Faszien über.[1],[2] Nerven und Faszien gehören anatomisch zusammen, sie sind keine getrennten Welten.

 

Warum tut Bewegung bei Neuropathie oft so weh?

 

Wenn ein Nerv entzündet oder geschädigt ist, wird er mechanisch überempfindlich. Tierstudien zeigen, dass entzündete Nerven schon bei leichter Dehnung oder Berührung Signale aussenden, obwohl diese Reize normalerweise harmlos wären.[3],[4] Man spricht von einer mechanischen Überempfindlichkeit.

 

Wenn jetzt die Faszien rund um den Nerv zusätzlich verdickt, verklebt oder geschwollen sind, wird der Nerv bei jeder Bewegung extra gezogen oder gedrückt. Für einen gesunden Nerv wäre das kein Problem. Für einen geschädigten Nerv kann dies jedoch jedes Mal wie ein Mini-Schock wirken.

 

Hier setzt die Faszienarbeit an: Wenn die Hülle um den Nerv weicher, gleitfähiger und weniger entzündet wird, lässt sich der Nerv freier bewegen. Derselbe Alltagsbewegungsumfang erzeugt dann weniger mechanischen Stress. Das kann bedeuten, dass dieselbe Bewegung plötzlich erträglicher wird, obwohl der Nerv im Kern immer noch geschädigt ist.

 

Faszien steuern auch die Chemie rund um den Nerv

 

In der Faszie sitzen, wie erwähnt, Fibroblasten und Immunzellen. Diese Zellen können Botenstoffe ausschütten, die eine Entzündung verstärken oder beruhigen. Sie reagieren auf mechanische Reize: Dehnung, Druck, Shearing (Scherkräfte). Dies nennt man Mechanotransduktion, was so viel wie die Umwandlung von mechanischen Reizen in biochemische Signale bedeutet.

 

Man weiss inzwischen, dass bestimmte Proteine, die in Bindegewebszellen in der Nervenhülle gebildet werden, neuropathische Schmerzen direkt beeinflussen können. In einem Mausmodell konnte gezeigt werden, dass das von Fibroblasten gebildete Protein PI16 eine Schlüsselrolle bei der Verstärkung neuropathischer Schmerzen spielt, ohne dass sich die Nervenzellen selbst verändern.[5]

 

Vereinfacht gesagt: Wenn das umliegende Fasziengewebe ständig „Alarm“ schreit, bleibt das Nervensystem in einem schmerzverstärkten Modus. Wenn das Gewebe durch geeignete Reize wieder in einen ruhigeren, besser versorgten Zustand kommt, kann sich die Schmerzsituation auch mit einem strukturell geschädigten Nerv deutlich entspannen.

 

Bessere Faszien-Gesundheit, bessere Durchblutung

 

Nerven brauchen eine gute Blutversorgung. Kleine Blutgefässe ziehen durch das Fasziengewebe zum Nerv. Ist das Gewebe sehr fest oder chronisch entzündet, kann die Durchblutung eingeschränkt sein. Auch der Lymphfluss, also der Abtransport von Entzündungsstoffen läuft über die Bindegewebswege.

 

Untersuchungen mit Ultraschall haben gezeigt, dass bestimmte manuelle Techniken unmittelbar die lokale Durchblutung verbessern und die Gewebefaser-Struktur ordnen können.[6],[7] Andere Studien belegen, dass therapeutischer Ultraschall die Versorgung von Muskel- und Bindegewebe mit Sauerstoff und Blutvolumen kurzzeitig steigern kann.[8]

 

Für einen geschädigten Nerv ist das wichtig: Er bekommt mehr Sauerstoff und Nährstoffe, und Abfallprodukte werden besser abtransportiert. Der Nerv kann somit in einem „freundlicheren Umfeld“ leben. Dies kann Beschwerden mildern und gibt dem Nerv bessere Bedingungen für eine mögliche Regeneration.

 

Das Gehirn spielt mit: weniger „Lärm“ von aussen hilft

 

Bei chronischen Schmerzen und Neuropathien verändert sich auch die Verarbeitung im Rückenmark und im Gehirn. Schmerzbahnen werden leichter aktiviert, die innere Landkarte des Körpers kann verzerrt werden. Man sprich von zentraler Sensibilisierung.

 

Faszien voller Triggerpunkte, Spannung und Entzündung schicken einen dauerhaften Strom von Stress und Schmerzsignalen ans Gehirn. Das Nervensystem steht sozusagen ständig „unter Beschuss“ und reagiert immer schneller und stärker.

 

Übersichtsarbeiten zur Manualtherapie und zur modernen Schmerzphysiotherapie zeigen, dass Hands-on-Behandlungen und gezielte Bewegung:

 

1.   die Interaktion zwischen Entzündungsstoffen und Schmerzfasern verändern;

 

2.   die Verarbeitung von Schmerzsignalen im Rückenmark und Gehirn beeinflussen;

 

3.   und mit psychologischen Faktoren wie Erwartung, Angst und Selbstwirksamkeit zusammenwirken können.[9],[10]

 

Wenn Faszienarbeit, sanfte Bewegung, Atemarbeit, Yoga oder MELT dafür sorgen, dass das Gewebe weniger schmerzhaft und wieder besser beweglich wird, ändert sich auch der Strom der Signale ins Gehirn. Es kommen mehr neutrale und angenehme Reize anstatt Gefahrensignale. Dies ermöglicht es dem Nervensystem, die Lautstärke des Schmerzes sukzessiv nach unten zu regulieren.

 

Was bedeutet dies praktisch?

 

Es ergibt Sinn, mit den Faszien zu arbeiten. Hier ein paar Beispiele:

 

-   Nervengleitübungen, die speziell darauf angelegt sind, Nerven freier durch ihre Faszienkanäle gleiten zu lassen[11],[12]

 

-   Weiche, nicht aggressive manualtherapeutische Faszienbehandlung

 

-   Yoga oder andere ruhige Bewegungsformen, die Dehnung, Atmung und Aufmerksamkeit kombinieren.

 

-   Selbstbehandlung mit Bällen oder weichen Rollen, immer innerhalb der Schmerzgrenze. (Z.B. MELT oder Tune UP)

 

Bei Chemotherapie bedingter Neuropathie konnten beispielsweise einfache Hand- und Fussübungen mit Massage- oder Stressbällen in Studien Schmerz und Kribbeln reduzieren und die Lebensqualität verbessern.[13],[14] Die Idee dahinter ist immer dieselbe: Das Umfeld des Nervs so günstig wie möglich zu gestalten. Weniger Zug, bessere Gleitfähigkeit, bessere Durchblutung, weniger Entzündungschemie und ein ruhigeres Nervensystem.

 

Fazit: Der Nerv ist geschädigt, aber sein Umfeld ist formbar

 

Ist ein Nerv erst einmal geschädigt, lässt sich das nicht immer vollständig rückgängig machen. Aber das bedeutet nicht, dass alles verloren ist. Nerven leben in den Faszien und Faszien sind formbar, veränderbar und reagieren auf Bewegung, Berührung und Belastung.

 

Eine bessere Faszien-Gesundheit kann die mechanische Reizung des Nervs verringern, die Entzündungssituation im Umfeld des Nervs beruhigen, die Durchblutung und den Lymph-Fluss verbessern und das Gehirn mit weniger „Schmerzrauschen“ belasten. Faszienarbeit ist kein Wundermittel, aber sie kann ein sehr sinnvoller Baustein in einem ganzheitlichen Umgang mit der Neuropathie sein.

 

Neuropathie und Ernährung: Wenig Fett und viele komplexe Kohlenhydrate wirken zusätzlich gegen Entzündung


Neben Bewegung, Faszienarbeit und Stressreduktion spielt auch die Ernährung eine große Rolle, wenn es um Entzündungen und damit um Neuropathien geht.

Die pflanzenbasierten Ernährungsweisen, die naturgemäß mehr Ballaststoffe, komplexe Kohlenhydrate und weniger Fett enthalten, gehen in Studien häufig mit niedrigeren Entzündungsmarkern einher. Meta-Analysen zu veganen und vegetarischen Ernährungsformen fanden, dass Menschen mit pflanzenbasierter Ernährung im Durchschnitt niedrigere Werte des Entzündungsmarkers CRP (C-reaktives Protein) sowie teils auch niedrigere IL-6-Spiegel aufweisen als Personen mit einer Ernährung reich an tierischen Produkten.[15],[16] Diese Effekte dürften vor allem darauf beruhen, dass pflanzliche, ballaststoffreiche Lebensmittel die Darmflora, den Blutzucker und den Fettstoffwechsel günstig beeinflussen und so die systemische Entzündung senken.

Einen ähnlichen Trend sieht man, wenn man sich Vollkornprodukte isoliert anschaut. Eine Meta-Analyse von neun randomisierten Studien mit insgesamt 838 Teilnehmenden ergab, dass eine vollkornreiche Ernährung gegenüber einer Ernährung mit raffinierten Getreiden die Entzündungsmarker CRP und IL-6 signifikant senken kann.[17] Vollkorn steht hier stellvertretend für „komplexe Kohlenhydrate“ im eigentlichen Sinn: Kohlenhydrate, die zusammen mit Ballaststoffen, Vitaminen, Mineralstoffen und sekundären Pflanzenstoffen kommen – nicht als Weißmehl oder Zucker.

Für Menschen mit Neuropathien ist besonders spannend, dass pflanzenbetonte, fettarme Kost auch direkt in diesem Kontext untersucht wurde. Eine systematische Übersichtsarbeit zu pflanzenbasierten Diäten und diabetischer Neuropathie legt nahe, dass solche Ernährungsformen neuropathische Schmerzen lindern und gleichzeitig Blutzucker, Gewicht und Blutfette verbessern können.[18] In einem Studienprotokoll wird eine vollwertig pflanzenbasierte, sehr fettarme Ernährung gezielt als Therapieansatz bei peripheren neuropathischen Schmerzen getestet; die Autoren argumentieren, dass die Kombination aus niedriger Entzündung, verbessertem Stoffwechsel und besseren Gefäßfunktionen das Nervengewebe entlasten kann.[19] Eine aktuelle systematische Übersichtsarbeit zu diätetischen Lebensstilinterventionen bei neuropathischen Schmerzen kommt zu dem Schluss, dass pflanzenbetonte, ballaststoffreiche Ernährungsweisen mit reduziertem Fettgehalt die Schmerzintensität bei chronischen Neuropathien messbar senken können – bei sehr geringen Nebenwirkungen.[20]

Für den Alltag bedeutet das: Wer seine Faszien und seine Nerven bestmöglich unterstützen möchte, profitiert wahrscheinlich von einer Ernährung, die

1.    wenig Gesamtfett und insbesondere wenig gesättigtes, tierisches Fett enthält

2.    reich an vollwertigen komplexen Kohlenhydraten ist (Vollkorn, Hülsenfrüchte, Gemüse, Obst)

3.    stark verarbeitete Produkte, Zucker und Fertigfette möglichst meidet

Diese Ernährungsweise kann ein wichtiger Baustein sein, um Entzündungslast, Schmerzen und Krankheitsaktivität langfristig zu reduzieren und damit auch die Bedingungen für Faszien und Nerven zu verbessern.


Referenzen:


[1]Bove GM. Epi-perineurial anatomy, innervation, and axonal nociceptive mechanisms. J Bodyw Mov Ther.2008;12(3):185-190.

[2] Bove GM, Light AR. The nervi nervorum: missing link for neuropathic pain? Pain Forum. 1997;6(3):181-190.

[3] Bove GM. Inflammation induces ectopic mechanical sensitivity in axons of nociceptors innervating deep tissues. J Neurophysiol. 2003;90(3):1949-1955.

[4] Dilley A, Bove GM. Resolution of inflammation-induced axonal mechanical sensitivity. Neuroscience.2008;153(1):266-276.

[5] Singhmar P, Huo X, Eikmeier L, et al. The fibroblast-derived protein PI16 controls neuropathic pain. Proc Natl Acad Sci U S A. 2020;117(10):5463-5471.

[6] Speicher TE, Selkow NM, Warren A. Manual therapy improves immediate blood flow and tissue fiber alignment of the forearm extensors. J Orthop Exp Innov. 2022;2(1):1-10.

[7]peicher TE, Selkow NM, Warren A. Manual therapy improves blood flow and muscle fiber orientation of the lateral forearm extensors. Poster presented at: American Institute of Ultrasound in Medicine; 2019; Orlando, FL.

[8] Morishita K, Karasuno H, Yokoi Y, et al. Effects of therapeutic ultrasound on intramuscular blood circulation and oxygen dynamics. J Phys Ther Sci. 2014;26(2):201-204.

[9] Bishop MD. What effect can manual therapy have on a patient’s pain experience? Pain Manag. 2015;5(6):455-464.

[10] Chimenti RL, Frey-Law LA, Sluka KA. A mechanism-based approach to physical therapist management of pain. Phys Ther. 2018;98(5):302-314.

[11] Ellis RF, Hing WA. Neural mobilization: a systematic review of randomized controlled trials with an analysis of therapeutic efficacy. J Man Manip Ther. 2008;16(1):8-22.

[12] Bittencourt JV, Silva JT, Diers M, et al. Neural mobilisation effects in nerve function and nerve morphology in people with peripheral neuropathic pain: a systematic review and meta-analysis. PLoS One. 2024;19(5):e0313025.

[13] Eroğlu İ, Yıldırım NK, Yılmaz G, Kocak N, Efe H. The effect of hand-foot exercises on chemotherapy-induced peripheral neuropathy-related symptoms in colorectal cancer patients: a randomized controlled trial. Eur J Oncol Nurs.2024;66:102366.

[14] Uysal N, Kanan N, Kuru N, et al. The effect of hand and foot exercises on peripheral neuropathy in women receiving taxane-based chemotherapy for breast cancer. Support Care Cancer. 2025;33(4):e9145.

[15] Menzel J, Biemann R, Longree A, et al. Systematic review and meta-analysis of the associations of vegan and vegetarian diets with inflammatory biomarkers. Sci Rep. 2020;10(1):21736. doi:10.1038/s41598-020-78874-z.

[16] Craddock JC, Probst YC, Peoples GE. Vegetarian-based dietary patterns and their relation with inflammatory and immune biomarkers: A systematic review and meta-analysis. Adv Nutr. 2019;10(3):433-451. doi:10.1093/advances/nmy103.

[17]Xu Y, Wan Q, Feng J, Du L, Li K, Zhou Y. Whole grain diet reduces systemic inflammation: A meta-analysis of 9 randomized trials. Medicine (Baltimore). 2018;97(43):e12995. doi:10.1097/MD.0000000000012995.

[18] Storz MA, Küster O. Plant-based diets and diabetic neuropathy: A systematic review. Lifestyle Med. 2020;1(1):e6. doi:10.1002/lim2.6.

[19] Klowak M, Boggild AK. The efficacy of a whole foods, plant-based dietary lifestyle intervention for the treatment of peripheral neuropathic pain in leprosy: A randomized control trial protocol. Front Nutr. 2023;10:1196470. doi:10.3389/fnut.2023.1196470

[20]Klowak M, Lau R, Mohammed MN, et al. A systematic review of dietary lifestyle interventions for neuropathic pain. J Clin Med. 2024;13(22):6766. doi:10.3390/jcm13226766.

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